Photovoltaik I – Theorie und Technik

„Autark sein – nur ich.“

Stehenbleiben, Übernachten wo und wann man will, ein Teil der Freiheit des Defender Fahrers. Man hat sowieso alles dabei, Verpflegung, Unterkunft, Strom.

Doch halt! Ist da mit dem Strom in der Wildnis nicht eine endliche Geschichte?
Irgendwann schon, wenn nicht gefahren und damit die Batterie geladen wird. Schließlich muss sie alles stemmen, solange Sie nicht von einer zweiten in einem sogenannten Doppelbatteriesystem unterstützt wird.

Auch das könnte irgendwann leer werden, drum will ich das Übel bei der Wurzel packen und keine leere Batterie mehr riskieren. Firmamentöse Sonnenenergie soll eingefangen werden. Dazu braucht es drei Bestandteile:

  • ein Photovoltaik Element (auch Solarzelle genannt)
  • den Laderegler
  • einen Akku, der die Energie zwischenspeichert

Letzteren haben wir praktischerweise schon eingebaut, die Starterbatterie oder Serienbatterie des Defenders. Üppig dimensioniert (bei mir 90 Ah) kann sie einiges ab. Aber nicht beliebig. Warm gewordenes Bier ist schlimm, verdorbenes Essen auch, schlimmer aber ist, wenn man nicht mehr vom Fleck kommt. Es muss also eine solche Anlage her und auf’s Dach.

Diese Skizze zeigt den schematischen Aufbau:

Nach Recherche und Diskussionen mit Bekannten, die das schon hinter sich haben waren folgende Aspekte von Bedeutung:

  • Das Panel muss Wetterfest sein (inkl. Hagel)
  • Alle Standardverbraucher für längere Aufenthalte müssen bei guter Einstrahlung rein über das Panel versorgt werden können
  • Der Laderegler muss verschiedene Arten von Akkus bedienen können und die Temperatur des Akkus beim Laden berücksichtigen
  • Eine Kontrolle des Ladevorgangs und des Batteriezustands muss jeder zeit möglich sein

Folgendes Setup erfüllt die Bedingungen und wurde daher angeschafft:

  • Ein Solarmodul (130 W) von Ebay (Auktion, Preis < 100 €)
  • Votronic Laderegler MPP 160 (Link), teils baugleich mit Büttner Modellen (120 €)
  • Zentraler Stromverteiler mit Sicherungen (SVB), erweiterbar (53 €)
  • Steckverbinder für den Anschluß des Moduls am Fahrzeug (32 €)
  • Diverse Kabel und Verbinder, Sicherungen und Kleinteile (ca. 50 €)

Für solch einen und andere Ausbauten im Fahrzeugbereich findet man übrigens im Marinezubehör Fachhandel die optimale Produktpalette. Wie auf See gilt auch am Fahrzeug: keine Kompromisse und 100 % verlässliche Komponenten.

Weitere Artikel der Reihe „Photovoltaik“ folgen…

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